Zwischen den Inseln – Ein Tag mit Kanu und Bogen in den Schären vor Stockholm

Der Morgen beginnt ruhig am Wasser unterhalb von Skåvsjöholm AB.
Feiner Nebel liegt über den Schären. Die ersten Sonnenstrahlen treffen auf glatte Granitfelsen, Möwen ziehen über das Wasser und irgendwo zwischen den Kiefern riecht es bereits nach Kaffee und Meer.
Am Steg warten die Kanus.Trockenbeutel werden verstaut. Paddel kontrolliert. Bögen sorgfältig gesichert. Kein hektischer Ablauf. Kein touristisches Programmgefühl. Eher wie ein Aufbruch mit alten Freunden hinaus in die Inselwelt vor Stockholm.

Und genau dort beginnt der eigentliche Tag.
Ich begleite euch als instinktiver Bogenlehrer und Guide durch diese Landschaft.
Nicht als Animateur. Nicht als jemand, der ständig redet. Sondern als jemand, der die Schären kennt, seit vielen Jahren instinktives Bogenschießen lebt und weiß, wie schnell Menschen draußen zwischen Wasser, Wind und Feuer wieder bei sich selbst ankommen.

Die Stockholmer Schären bestehen aus tausenden Inseln, kleinen Buchten, Felsen und stillen Wasserwegen. Manche Plätze erreicht man nur mit dem Kanu. Genau das macht diesen Tag besonders.
Schon nach wenigen Minuten verschwindet das Hotel hinter den Bäumen.

Das Wasser wird ruhiger.
Die Bewegungen gleichmäßiger.
Mit jedem Paddelschlag wird der Kopf leiser.
Zwischen schmalen Durchfahrten gleiten wir hinaus auf offene Wasserflächen. Kleine rote Holzhäuser liegen verstreut auf den Inseln, Seevögel ziehen knapp über die Wellen und die Kiefern reichen oft bis direkt ans Meer.
Unterwegs halten wir immer wieder an.
Nicht um Leistung zu kontrollieren.
Nicht um Punkte zu zählen.

Sondern um zu erleben.

An einer kleinen Insel landen wir an. Das Feuerholz liegt trocken unter den Bäumen. Während Kaffee über dem Lagerfeuer kocht, holen wir die Bögen hervor.
Instinktives Bogenschießen draußen in der Natur verändert etwas.
Ohne Leistungsdruck. Ohne künstliche Zielscheibenhallen.
Nur Bewegung, Fokus und Vertrauen.

Viele erleben hier zum ersten Mal, wie ruhig Bogenschießen eigentlich sein kann.

Der Klang des Pfeils.
Das Knacken des Feuers.
Wind zwischen den Kiefern.
Mehr braucht es oft nicht.
Am Nachmittag geht es weiter tiefer hinein in die Schären. Der Wind wird manchmal stärker, kleine Wellen treffen die Kanus und genau dort entsteht dieses Gefühl von Abenteuer, das draußen ganz natürlich entsteht. Nicht inszeniert. Sondern echt.

Vielleicht begegnen wir unterwegs einem Seeadler.
Vielleicht entdecken wir eine kleine Insel, auf der wir völlig alleine sind.

Die Schären entscheiden jeden Tag selbst, wie sie sich zeigen.

Gegen Abend suchen wir uns einen letzten Platz am Wasser. Das Lagerfeuer brennt erneut. Die Sonne sinkt langsam über die Inseln und färbt Meer und Felsen in warmes Gold.

Dann sitzen wir einfach dort.
Mit Rauch in der Kleidung.
Mit müden Armen vom Paddeln.
Mit diesem stillen Gefühl von Freiheit, das man nur draußen findet.
Und oft passiert genau dann etwas Besonderes:

Menschen werden ruhiger.
Offener.
Echter.
Vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum wir hinausfahren.

Nicht nur wegen des Kanus.
Nicht nur wegen des Bogens.

Sondern weil ein Tag mit instinktivem Bogenschießen draußen in den Schären daran erinnert, wie sich echtes Abenteuer anfühlt.

Mehr über meine Arbeit und instinktives Bogenschießen findet ihr auf
instinctive-archery.com.

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