The Essentials of Archery
Der Begriff „instinktives Bogenschießen“ ist keine moderne Erfindung. Er hat eine klare historische Wurzel, die bis in die 1920er und 1930er Jahre zurückreicht. Dokumentiert ist dies spätestens mit der Erstausgabe von L.E. Stemmlers Buch „THE ESSENTIALS OF ARCHERY“ aus dem Jahr 1940.
Es wirkt kontraproduktiv, diesen Begriff aus Marketing- oder Modernisierungsgründen einfach in „intuitives Bogenschießen“ umzubenennen. Es ist kein neutraler Wechsel. Oft ist es eine Vereinfachung oder Vermarktung, die den ursprünglichen Sinn verzerrt.
Hier ist eine Klarstellung – aus historischer Perspektive und aus der Praxis von über 30 Jahren Coaching.
Historische Wurzeln: Ein erlernter Instinkt
Aus historischer Sicht stammt „instinctive shooting“ von der Idee eines natürlichen, erlernten Instinkts. Es geht um etwas, das durch Übung zur zweiten Natur wird – ähnlich wie das Werfen eines Steins. Du calculierst nicht bewusst Winkel oder Distanz. Dein Körper weiß, was zu tun ist.
Im Deutschen wird das oft mit „instinktiv“ übersetzt, was den Aspekt des Unterbewussten betont. „Intuitiv“ hingegen impliziert eher eine spontane Eingebung oder ein Gefühl. Das ist nicht dasselbe.
Manchmal wird „intuitiv“ als softerer, zugänglicherer Terminus verwendet, um Anfänger anzusprechen oder Kurse zu vermarkten. Doch dabei geht der Kern verloren.
Das Missverständnis: Angeboren vs. Erlernt
Manche Quellen – sogar Enzyklopädien wie Wikipedia im Artikel zu „Traditionelles Bogenschießen“ – verwenden „intuitives Schießen“. Sie listen Vorteile wie das Treffen beweglicher Ziele auf, ohne die historische Tiefe oder Nuancen zu erwähnen.
Andere gehen sogar so weit, „instinktiv“ als „Bullshit“ abzutun. Die Begründung: Es impliziere angeblich, dass Bogenschießen angeboren sei. Das ist natürlich falsch. Bogenschießen ist nicht angeboren. Es ist erlernt.
Genau hier liegt der Unterschied:
Instinktiv bedeutet hier: Automatisiert durch Praxis.
Es bedeutet nicht: Du kannst es schon von Geburt an.
Es bedeutet: Durch tausende von Wiederholungen wird der Prozess so tief verankert, dass er ohne bewusste Steuerung abrufbar ist. Das ist kein mystischer Zustand. Das ist neurologische Realität.
Warum Sprache zählt
Es geht mir nicht um „Recht haben“. Sprache evolviert, und Übersetzungen sind subjektiv. „Instinctive“ wird in manchen Kontexten tatsächlich mit „intuitiv“ gleichgesetzt.
Aber wenn dadurch der Kern verloren geht – nämlich die Betonung auf trainiertem Instinkt statt reiner Intuition –, entstehen Fehlinformationen. Besonders in Online-Quellen vermischen sich Fakten mit Meinungen, was die Sache kompliziert macht.
Ich finde, man sollte den Originalbegriff respektieren, wo möglich. Und man sollte klären, was er bedeutet.
Die Essenz bei Mellansken Bågskola
Bei mir lernst du instinktives Bogenschießen. Nicht, weil es besser klingt. Sondern weil es präziser ist.
- Es geht nicht um Gefühlsseligkeit.
- Es geht nicht um angeborenes Talent.
- Es geht um Disziplin, Wiederholung und Vertrauen in den eigenen Körper.
Wenn du den Bogen spannst, sollst du nicht nachdenken. Du sollst handeln. Aber dieses Handeln ist das Ergebnis harter Arbeit. Es ist ein Handwerk.
„The Essentials of Archery“ – der Titel von Stemmlers Buch, das ich besitze – passt auch heute noch perfekt. Es geht um das Wesentliche. Nicht um Marketing. Nicht um Begriffsakrobatik. Sondern um den Schuss. Und um die Wahrheit dahinter.
Möchtest du es erleben? In meinen Kursen in Åkersberga lernst du den Unterschied zwischen Gefühl und Instinkt. Praktisch. Erfahrbar. Ohne Esoterik.
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